BILDFAHRPLAN 2.10 Programmbeschreibung


Vorbemerkung: Der nachfolgende Text entstammt der gedruckten Informationsbroschüre zu BILDFAHRPLAN. In dieser elektronischen Fassung sind die Musterausdrucke nur teilweise enthalten. Entsprechende Hinweise in diesem Text gelten daher nur für die gedruckte Form.


Sehr geehrte Damen und Herren,

diese Broschüre informiert Sie über das Fahrplanverwaltungsprogramm BILDFAHRPLAN 2.10. Auf den folgenden Seiten bekommen Sie Gelegenheit, Ausdrucke und Arbeitsweise von BILDFAHRPLAN kennenzulernen. Für Ihr Interesse bedanken wir uns schon jetzt und hoffen, Sie bald in unserem Kundenkreis begrüßen zu dürfen.

Derzeit sind folgende Preise gültig:

Testversion BILDFAHRPLAN 2.1 (begrenzt auf 20 Züge und eine Tabelle)5,- EUR
Einzellizenz Vollversion BILDFAHRPLAN 2.1250,- EUR
Einzellizenz Vollversion BILDFAHRPLAN 2.12 (f. Mitglieder bestimmter Vereine) *13,- EUR
Portobeteiligung bei Bestellungen aus dem Ausland5,- EUR
* (ermäßigter Preis gilt für Mitglieder von a) Aka Bahn, TU Darmstadt, oder b) PRO BAHN, in diesem Fall bitte Kopie des Mitgliedsausweis beifügen)

Preise für Mehrfachlizenzen wollen Sie bitte gesondert erfragen.

Die Testversion entspricht bis auf die Datensatzbegrenzung der Vollversion. Diese hat keinerlei Begrenzung hinsichtlich der Zuganzahl. Die Daten aus der Testversion können sofort in die Vollversion übernommen werden. Die Testversion wird zum Selbstkostenpreis abgegeben, daher kann später keine Anrechnung beim Kauf einer Vollversion erfolgen.

BILDFAHRPLAN entstand 1993 als reine Experimentalsoftware. Aufgrund des größeren Interesses wurde BILDFAHRPLAN 1995 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Dank der vielen Vorschläge aus dem Anwenderkreis konnte das Programm rasch weiterentwickelt werden. Nunmehr steht Ihnen mit der Version 2.1 ein leistungsfähiges Programm zum Bearbeiten von Fahrplandaten zur Verfügung. Als registrierter Anwender werden Sie über neue Programmversionen informiert. Diese sind meist zu einem Unkostenbeitrag von DM 10,- bis DM 30,- je nach Änderungen erhältlich.

BILDFAHRPLAN stellt keinen großen Anspruch an die Hardware. Ein IBM-kompatibler PC mit einem 386-er Prozessor und 4MB Arbeitsspeicher, einem Laufwerk und einer Festplatte mit 20MB freiem Platz ist ausreichend. Als Grafikkarte ist mindestens der VGA-Standard erforderlich. BILDFAHRPLAN und die benötigten Hilfsdateien belegen etwa 2MB auf der Festplatte. Des weiteren belegen je ca. 1000 eingetragene Zugfahrten 1MB.

BILDFAHRPLAN ist ein reines DOS-Programm, kann jedoch problemlos z.B. von Windows oder OS/2 gestartet werden.

Alle Drucker, die über den IBM-Zeichensatz verfügen, sind einsetzbar. Der Drucker sollte über die (eingebauten) Schriftgrößen 5, 6, 7, 10 und 12 Punkt verfügen. Bei der Verwendung älterer Laserdrucker ist zu bedenken, daß diese meist die kleinen Schriftarten 5 und 6 Punkt nicht beherrschen. BILDFAHRPLAN ist jedoch auf dieses Problem vorbereitet und verändert automatisch das Layout einiger Ausdrucke, so daß auch dem Einsatz solcher Laserdrucker nichts im Wege steht. Um grafische Ausdrucke zu erstellen, stehen verschiedene Druckertreiber mit Auflösungen bis 600dpi zur Verfügung.

BILDFAHRPLAN ermöglicht die Dateneingabe in (nahezu) beliebig viele Fahrplantabellen. Pro Fahrplantabelle können 40 Bahnhöfe erfaßt werden, die Anzahl der Zugfahrten ist nicht beschränkt. Zu jedem Bahnhof können neben Namen und Kilometerangaben diverse Informationen, wie z.B. Gleisangaben, Übergangszeiten, Bedarfshaltepunkte erfaßt werden.

Im folgenden beschreiben wir Ihnen kurz die Arbeitsweise des Programms:

Es erscheint das Hauptmenü, von dem Sie alle Aktionen starten können. In der obersten Zeile finden Sie die sogenannte Menüleiste mit den Menüpunkten Fahrplan, Editieren, Listen, Dienste, Zusatz und Ende. Durch Eingabe des unterlegten Buchstabens in Zusammenhang mit der Alt-Taste oder Verschieben des unterlegten Menübalkens mit den Pfeiltasten oder der Maus auf den jeweiligen Menüpunkt rufen Sie ein Untermenü auf. Das folgende Bild zeigt den Bildschirm nach Anwahl des Untermenüs Fahrplan:

Bild in der Online-Dokumentation nicht enthalten

Innerhalb des Fahrplan-Menüs finden Sie alle Funktionen, die notwendig sind, um die verschiedenen Fahrplantabellen zu verwalten. Beispielsweise können Sie mit "Neu" einen neuen, leeren Fahrplan anlegen. Wenn Sie einen neuen Fahrplan benötigen, aber Daten aus einem bereits vorhandenen Plan übernehmen wollen, können Sie die Funktion "Kopieren" verwenden. Jede Fahrplantabelle besteht aus einer maximal siebenstelligen Bezeichnung. So könnte die Tabelle "641_98" den Fahrplan der Odenwaldbahn (Kursbuchstrecke 641) im Fahrplanjahr 1998/99 enthalten.

Wenn Sie eine neue Fahrplantabelle erzeugt haben, können Sie im Editieren-Menü die Fahrplandaten eingeben. Die Eingabe erfolgt prinzipiell in zwei Schritten:
1. Eingabe einer Streckenbeschreibung (Kilometerangaben, Bahnhofsnamen, Gleise)
2. Eingabe der eigentlichen Fahrplandaten

Mit BILDFAHRPLAN wird die Eingabe zu einem Kinderspiel. Die Erfassung der Daten kann mit dem Anlegen einer Karteikarte verglichen werden, wobei die Computer-Karteikarte einer "normalen" Karteikarte natürlich überlegen ist, da z.B. ein Schreibfehler sofort korrigiert werden kann, ohne dafür eine neue Karteikarte anlegen zu müssen.

Nach Aufruf der Funktion "Bahnhöfe editieren" erhalten Sie eine Eingabemaske. Auf der nächsten Seite sehen Sie eine solche Maske für das Beispiel Odenwaldbahn. Die Datenerfassung ist denkbar einfach: Nacheinander geben Sie Streckenname und -nummer, die Betriebszeiten und anschließend in aufsteigender Reihenfolge alle Bahnhöfe mit ihren Kilometerangaben und zusätzlichen Informationen ein.

Zu jedem Bahnhof stehen zwei Kilometerangaben zur Verfügung. Die erste Angabe ist zwingend notwendig, nach ihr werden die Abstände der Bahnhöfe zueinander im Ausdruck berechnet. In der zweiten Angabe können Sie Einträge nach Belieben vornehmen, z.B. Eingabe der "realen" Kilometerangaben, wenn die Kilometrierung einer Strecke mehrfach wechselt. In der "X"-Spalte können Sie folgende Werte eingeben:

B:Der Bahnhof ist nur ein Bedarfshaltepunkt, im Ausdruck der Fahrplantabelle erscheint ein "x" vor dem Namen.
D:Der Bahnhof ist ein Betriebsbahnhof, im Ausdruck der Fahrplantabelle wird dieser Bahnhof nicht gedruckt.
X:Für diesen Bahnhof wird im Ausdruck der Fahrplantabelle eine Ankunfts- und Abfahrtszeile generiert, im Bildfahrplan erscheint der Name dieses Bahnhofs in Fettschrift.

Beachten Sie bitte in der untersten Zeile das Funktionstastenmenü. Mit Hilfe der Funktionstasten können Sie Zusatzfunktionen aufrufen. Mit F2 können Sie nach Bahnhofsnamen suchen, F3 ermöglicht die Eingabe von weiteren Informationen (Gleise, Übergangszeiten, Anschlußtabellen) zu einem Bahnhof.

Bild in der Online-Dokumentation nicht enthalten

Nach der Erstellung des Streckenprofils können Sie Ihre Fahrplandaten eingeben. Im Editieren-Menü finden Sie hierzu die Funktion "Fahrplan editieren". Auch hier erhalten Sie eine Eingabemaske. Jede Zugfahrt (oder jede Fahrtgruppe; was das ist, finden Sie weiter unten) wird als eine Karteikarte eingegeben. Die Karteikarten müssen identifiziert werden. Dazu verwendet BILDFAHRPLAN die sogenannte Kennung. Sie ist der wichtigste Bestandteil einer jeden Karteikarte und besteht üblicherweise aus der Zugnummer ohne Gattungsbezeichnung, sie muß jedoch nicht mit ihr identisch sein. So können Sie z.B. die Kennungen "20001", "20003", "20005" etc. vergeben, die Zugnummer jedoch immer mit "S2" (für S-Bahn-Linie 2) eintragen.

Bild in der Online-Dokumentation nicht enthalten

Selbstverständlich variiert das Aussehen dieses Bildschirms je nach der zugrundeliegenden Streckendefinition.

Nacheinander füllen Sie die zugehörigen Felder aus und erfassen so einen Zuglauf. Oben rechts tragen Sie für jeden Betriebstag ein "X" ein. Der Zug in obigem Beispiel fährt daher täglich.

Die Zeiten können Sie wahlweise auf zwei Arten erfassen: entweder Sie geben alle Zeiten direkt ein, oder Sie verwenden Minutenangaben mit einem vorangestellten Plus-Zeichen. Aus einer Angabe wie z.B. "+:03" ermittelt das Programm die reale Zeit und trägt diese nach Beendigung der Eingabe ein. Mittels einer Funktionstaste können Sie zu jedem Bahnhof eine Gleisangabe festlegen.

Hinter den Fahrzeiten finden Sie die "D"-Spalte. Hier sind folgende Eingaben möglich:

B:Dieser Zug hält hier nur bei Bedarf, im Ausdruck der Fahrplantabelle erscheint ein "x" vor der Abfahrtszeit
D:Der Zug fährt an diesem Bahnhof durch. Geben Sie eine Zeit ein, gilt diese als Durchfahrtszeit. Ist Ihnen die Uhrzeit unbekannt, füllen Sie Ankunft- und Abfahrt mit "88:88" auf.
Ü:Der Zug fährt an diesem Bahnhof über eine andere Strecke. In der Fahrplantabelle wird ein senkrechter Strich ausgegeben, im Bildfahrplan wird der Zuglauf entsprechend unterbrochen.
V:In der Fahrplantabelle wird der Zuglauf an dieser Stelle gebrochen und in einer neuen Spalte weitergeführt (sinnvoll bei Überholungen), für den Ausdruck des Bildfahrplans ist das V-Attribut ohne Bedeutung.

Findet auf der Strecke ein Taktverkehr statt, so können Sie im allgemeinen die Erfassung jeder einzelnen Zugfahrt vermeiden. Sie tragen nur die Daten der ersten Zugfahrt ein und teilen dem Programm dann mit, wie sich diese Zugfahrt wiederholt. Betrachten Sie obiges Beispiel! Unter Anz. Wiederholungen ist eine "1" eingetragen, als Takt "120" und als Erhöhung "4". Dies bedeutet, daß das Programm aus der vorliegenden Zugfahrt 6615 eine weitere Zugfahrt 6619 (=6615 erhöht um "4") generiert, die um 11:38 ab Darmstadt Hbf. startet und in Erbach um 12:49 ankommt. Diese praktische Programmeigenschaft kann selbstverständlich nur dann eingesetzt werden, wenn alle Zugfahrten "identisch" sind. Würde beispielsweise die Fahrt 6619 nur von Montag-Freitag stattfinden, müßte dies auf einer eigenen Karteikarte eingetragen werden. Allerdings hilft Ihnen auch hier das Programm weiter: während der Eingabe können Sie die Daten der zuvor bearbeiteten Karteikarte übernehmen und automatisch die Zeiten korrigieren lassen.

Auch hier lösen die Funktionstasten bestimmte Programmfunktionen aus. F5 ermöglicht Ihnen, zu jeder Zugfahrt zusätzliche Informationen für den Fahrgast und für den Betriebsablauf zu erfassen. Beispielsweise wäre eine Fahrgastinformation "hält in Erbach Nord nur Montag-Samstag", eine betriebliche Bemerkung könnte "Tfz in Erbach über Gleis 3 umsetzen" sein.

Nach der Datenerfassung stehen Ihnen verschiedene Auswertungsmöglichkeiten zur Verfügung. Diese finden Sie alle im Listen-Menü. Normalerweise finden alle Ausgaben auf den Drucker statt, lediglich die Funktionen Bildfahrplan auf Bildschirm und Simulation stellen die Daten auf dem Bildschirm dar.

Im folgenden wollen wir Ihnen kurz beschreiben, welche Möglichkeiten die einzelnen Ausgaben bieten. Beispielausdrucke finden Sie in der Anlage. Mit entsprechenden Druckern können die verschiedenen Ausdrucke auch farbig gestaltet werden. Die Listen sind in vier Gruppen Bildfahrpläne, Fahrplantabellen, Pläne und Sonstiges eingeteilt.

In der Gruppe Bildfahrpläne finden Sie die verschiedenen Bildfahrpläne. Jeder Bildfahrplan kann in verschiedenen Variationen erstellt werden. Sie können jeweils festlegen, für welchen Wochentag der Fahrplan dargestellt werden soll, ob Sie den Ausdruck zeitlich oder räumlich begrenzen wollen, ob Sie Uhrzeiten eindrucken wollen, welche Merkmale farbig/durch Strichmuster dargestellt werden sollen etc.. Als Grundgerüst stehen zur Verfügung: Hochformat, Hochformat 200% (Ausdruck erfolgt auf vier mal DIN A4), Querformat, Querformat mit Gleisbelegung (dieser Ausdruck vereinigt Bildfahrplan und Gleisbelegungsplan), Gleisbelegungsplan.

In der Gruppe Fahrplantabellen können Sie folgende Ausdrucke wählen:
Das Programm Tabelle im Textmodus bzw. Tabelle grafisch erzeugt Ihnen eine Fahrplantabelle. Sie können verschiedene Schriftbreiten und -größen wählen. Die Liste Fahrtzeitentabelle zeigt Ihnen auf, wieviele Minuten die einzelnen Züge zwischen den Haltepunkten benötigen.

Die Gruppe Pläne beinhaltet: Abfahrtsplan und Ankunftsplan erstellen Ihnen entsprechende Ausdrucke für einen bestimmten Bahnhof. Wahlweise können Sie den Zuglauf mit allen oder nur den wichtigsten Bahnhöfen darstellen. Ebenso können diese Pläne für mehrere Fahrplantabellen kombiniert ausgegeben werden. Der Abfahrtsplan nach Tagen erstellt einen haltestellenbezogenen Plan, wie er bei Straßenbahnen üblich ist. Das Programm ist außerdem in der Lage, eine Bahnhofsfahrordnung in Tabellenform zu erstellen.

Unter Sonstiges finden Sie alle restlichen Auswertung von Bildfahrplan. Die Simulation läßt auf dem Bildschirm Züge entsprechend dem eingegebenen Fahrplan "fahren". Als Geschwindigkeiten stehen Realzeit, 10, 20, 30, 60 und 120 mal schneller zur Verfügung. Die Liste aller Strecken druckt Ihnen alle vorhandenen Streckendefinitionen aus, zu jeder Definition können Sie sich mit dem Inhalt dieser Strecke nähere Informationen ausgeben lassen. Das Streckenprofil beinhaltet Angaben zu den einzelnen Bahnhöfen.

Das Menü Dienste stellt Ihnen verschiedene Hilfsprogramme zur Verfügung. So können Sie z.B. in allen Tabellen nach einem Begriff suchen oder Voreinstellungen treffen.

Im Menü Zusatz haben Sie die Möglichkeit, Ihre Daten auf Diskette zu sichern oder von dort lesen, oder die Fahrplandaten in verschiedene Formate zu exportieren. Auch können Sie Daten aus Fremdformaten importieren.

Der Steckbrief faßt noch einmal kurz den Leistungsumfang von BILDFAHRPLAN zusammen. Dennoch: die schönste Erklärung ist nie so gut wie das eigene Experimentieren. Deshalb: Bestellen Sie gleich heute die Testversionen oder noch besser die Vollversion. Sie werden Ihre Entscheidung nicht bereuen und können sicher sein, mit BILDFAHRPLAN die Nase immer ein Stück weiter vorn zu haben. Selbst wenn Sie etwas vermissen: Schreiben Sie uns Ihren Wunsch; sofern machbar, wird er in die nächste Programmversion integriert.

Über eine Weiterempfehlung unseres Programms würden wir uns freuen.

Für Rückfragen, Bestellungen, Anregungen oder Kritik stehen wir Ihnen zur Verfügung:

Holger Kötting Software
Am Karlshof 12

64287 Darmstadt

Musterdateien:
Bildfahrplan Odenwaldbahn, Hochformat, Ausgabe ohne Uhrzeiten
Bildfahrplan Odenwaldbahn, Hochformat, Uhrzeiten teilweise eingedruckt, örtlich und zeitlich eingeschränkt, eingleisige Abschnitte eingefärbt
Kombinierter Bildfahrplan/Gleisbelegungsplan Odenwaldbahn, Querformat
Fahrplantabelle (Kursbuch) Odenwaldbahn
Alle Musterdateien wurden mit dem Postscript-Druckertreiber von BILDFAHRPLAN erzeugt und mit dem Tool "ps2pdf" in PDF-Dateien konvertiert.


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01.01.2002